Marge Rechner
Berechne Deckungsbeitrag, Marge, Aufschlag, Betriebsergebnis, Break-even-Menge, maximalen Rabatt und den erforderlichen Verkaufspreis für deine Zielmarge.

Marge, Deckungsbeitrag und Zielpreis berechnen
Marge und Aufschlag werden getrennt ausgewiesen, damit keine Prozentfehler entstehen.
Was berechnet der Marge Rechner?
Der Marge Rechner zeigt, wie viel von einem Verkaufspreis nach den direkt zurechenbaren variablen Kosten übrig bleibt. Dieser Deckungsbeitrag finanziert die Fixkosten und bildet anschließend den Gewinn. Der Rechner unterscheidet ausdrücklich zwischen Marge und Aufschlag, weil beide Kennzahlen häufig verwechselt werden.
Die Marge setzt den Deckungsbeitrag ins Verhältnis zum Verkaufspreis. Der Aufschlag setzt ihn dagegen ins Verhältnis zu den Kosten. Kosten von 70 Euro und ein Verkaufspreis von 100 Euro ergeben deshalb 30 Prozent Marge, aber rund 42,86 Prozent Aufschlag. Wer einfach 30 Prozent auf die Kosten schlägt, erreicht nicht automatisch 30 Prozent Marge.
Zusätzlich berechnet das Tool den erforderlichen Verkaufspreis für eine gewünschte Zielmarge, die Break-even-Menge zur Deckung der Fixkosten und den maximalen Rabatt, bei dem der Stückdeckungsbeitrag rechnerisch gerade noch null ist.
Ein Produkt kostet im Einkauf 55 Euro und verursacht 10 Euro weitere variable Kosten. Bei 100 Euro Nettoverkaufspreis beträgt der Deckungsbeitrag 35 Euro, die Marge 35 Prozent und der Aufschlag auf die Kosten rund 53,85 Prozent.

So nutzt du den Rechner sinnvoll
Preisbasis festlegen
Entscheide, ob du netto rechnest oder Umsatzsteuer aus einem Bruttopreis herausrechnen möchtest.
Variable Kosten vollständig erfassen
Einkauf, Gebühren, Versand, Provisionen und Retouren gehören auf Stückebene in die Rechnung.
Fixkosten und Menge ergänzen
Erst dadurch entstehen Break-even-Menge und Betriebsergebnis für den Zeitraum.
Zielmarge und Rabatt testen
Berechne den erforderlichen Zielpreis und prüfe, wie viel Rabatt wirtschaftlich möglich ist.
Marge, Aufschlag und Deckungsbeitrag unterscheiden
Die Kennzahlen haben unterschiedliche Bezugsgrößen. Für Preisentscheidungen und Controlling sollten sie nicht austauschbar verwendet werden.
| Kennzahl | Formel | Praktische Aussage |
|---|---|---|
| Deckungsbeitrag | Nettoverkaufspreis minus variable Kosten | Betrag zur Deckung von Fixkosten und Gewinn. |
| Marge | Deckungsbeitrag geteilt durch Verkaufspreis | Anteil des Deckungsbeitrags am Umsatz. |
| Aufschlag | Deckungsbeitrag geteilt durch variable Kosten | Prozentualer Aufpreis auf die Kostenbasis. |
| Break-even-Menge | Fixkosten geteilt durch Deckungsbeitrag je Einheit | Benötigte Stückzahl für ein Betriebsergebnis von null. |
| Zielverkaufspreis | Variable Kosten geteilt durch eins minus Zielmarge | Preis, der die gewünschte Marge vor Fixkosten ermöglicht. |
| Maximaler Rabatt | Abstand zwischen Listenpreis und variabler Preisuntergrenze | Rechnerische Obergrenze vor negativem Stückdeckungsbeitrag. |
Marge verbessern, ohne nur den Preis zu erhöhen
Eine bessere Marge entsteht durch Preis, Einkauf, Produktmix, Prozesse und geringere variable Kosten. Nicht jede Maßnahme muss den Endkundenpreis erhöhen.
Kosten je Auftrag bündeln
Verpackung, Pick-and-Pack und Zahlungsgebühren sinken pro Produkt bei größeren Warenkörben.
Rabatte an Deckungsbeitrag koppeln
Definiere Aktionsgrenzen anhand der variablen Preisuntergrenze statt nach Gefühl.
Produktmix analysieren
Ein Produkt mit niedriger Marge kann sinnvoll sein, wenn es profitable Zusatzkäufe auslöst.
Break-even laufend aktualisieren
Steigende Fixkosten oder sinkende Absatzmengen verändern die benötigte Stückzahl sofort.
Warum eine hohe Marge nicht automatisch einen hohen Unternehmensgewinn bedeutet
Eine hohe Stückmarge kann durch geringe Absatzmenge, hohe Fixkosten oder starke Kapitalbindung relativiert werden. Umgekehrt kann ein Produkt mit niedrigerer Marge bei schnellem Lagerumschlag und geringen Fixkosten attraktiv sein. Marge ist deshalb eine wichtige, aber nicht alleinige Steuerungsgröße.
Der Rechner trennt Stückdeckungsbeitrag und Betriebsergebnis. Der Deckungsbeitrag beantwortet, was jeder zusätzliche Verkauf zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Das Betriebsergebnis zeigt, was nach der eingegebenen Menge und den Fixkosten verbleibt. Erst diese Kombination macht Preis- und Absatzentscheidungen vergleichbar.
Die optionale Ertragsteuer-Simulation ist nur eine vereinfachte Szenariorechnung. Tatsächliche Unternehmenssteuern hängen von Rechtsform, persönlichen Verhältnissen, Gewerbesteuerhebesatz, Verlustvorträgen und weiteren Faktoren ab. Für die operative Preissteuerung sollte zunächst mit Vorsteuer- und Vor-Ertragsteuer-Kennzahlen gearbeitet werden.
FAQ zum Marge Rechner
Wie berechnet man die Marge?
Die Marge wird berechnet, indem die variablen Kosten vom Nettoverkaufspreis abgezogen und das Ergebnis durch den Nettoverkaufspreis geteilt wird.
Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?
Die Marge bezieht sich auf den Verkaufspreis, der Aufschlag auf die Kosten. Deshalb sind die Prozentwerte bei gleichem Gewinn unterschiedlich.
Wie berechne ich einen Verkaufspreis für 30 Prozent Marge?
Die variablen Kosten werden durch 0,70 geteilt. Bei 70 Euro Kosten ergibt sich ein Zielverkaufspreis von 100 Euro netto.
Was gehört zu den variablen Kosten?
Alle Kosten, die mit einem zusätzlichen Verkauf entstehen, zum Beispiel Einkauf, Produktion, Marktplatzgebühren, Zahlungsgebühren, Provisionen, Verpackung und Versand.
Was ist die Break-even-Menge?
Sie zeigt, wie viele Einheiten verkauft werden müssen, damit die Summe der Deckungsbeiträge die Fixkosten deckt.
Ist Umsatzsteuer Teil der Marge?
Für betriebswirtschaftliche Margen wird in der Regel mit Nettoerlösen und Nettokosten gerechnet. Der Rechner kann Umsatzsteuer aus einem Bruttopreis herausrechnen.