Heizkostenvergleich-Rechner
Vergleichen Sie kostenlos die Heizkosten verschiedener Heizsysteme. Der Rechner berücksichtigt Gas, Heizöl, Wärmepumpe, Pellets, Fernwärme, Stromheizung und Holz — inklusive Wärmebedarf, Wirkungsgrad, Jahresarbeitszahl, Energiepreis, Grundkosten, Wartung, CO₂-Kosten und Preissteigerung.
Was berechnet der Rechner?
Er vergleicht jährliche Heizkosten, Monatskosten, Zeitraumkosten, CO₂-Kosten und Einsparpotenzial.
Für wen ist er gedacht?
Für Hausbesitzer, Sanierer, Vermieter, Käufer und alle, die Heizsysteme wirtschaftlich vergleichen möchten.
Was ist wichtig?
Ein fairer Vergleich braucht Wärmebedarf, Energiepreis und Effizienz — nicht nur den Brennstoffpreis.



Heizkosten vergleichen: Welche Heizung ist am günstigsten?
Mit dem Heizkostenvergleich-Rechner können Sie verschiedene Heizsysteme auf Basis des gleichen Wärmebedarfs vergleichen. Das ist wichtig, weil ein reiner Blick auf den Brennstoffpreis oft in die Irre führt. Entscheidend ist, wie viel nutzbare Wärme aus einer Kilowattstunde Gas, Öl, Strom, Pellets, Fernwärme oder Holz tatsächlich im Haus ankommt.
Der Rechner berücksichtigt deshalb nicht nur Energiepreise, sondern auch Wirkungsgrad, Jahresarbeitszahl, Grundkosten, Wartung, CO₂-Kosten und Preissteigerung. So entsteht ein fairerer Vergleich zwischen Gasheizung, Ölheizung, Wärmepumpe, Pelletheizung, Fernwärme, Stromheizung und Holz.
Formel: Heizkosten berechnen
Die vereinfachte Grundformel lautet:
Heizkosten = Wärmebedarf ÷ Effizienz × Energiepreis + Fixkosten
Bei einer Wärmepumpe wird statt Wirkungsgrad die Jahresarbeitszahl verwendet. Beispiel: Ein Haus benötigt 18.000 kWh Wärme pro Jahr. Eine Wärmepumpe mit JAZ 3,5 braucht dafür rund 5.143 kWh Strom. Bei 32 ct/kWh Wärmepumpenstrom wären das etwa 1.646 € Stromkosten plus Wartung und Grundkosten.
Beispiel: 18.000 kWh Wärmebedarf im Vergleich
| Wärmebedarf | 18.000 kWh/Jahr |
| Gaspreis | 12,3 ct/kWh |
| Wärmepumpenstrom | 32 ct/kWh |
| JAZ Wärmepumpe | 3,5 |
| Gas Endenergie bei 92 % Wirkungsgrad | ca. 19.565 kWh |
| Wärmepumpe Stromverbrauch | ca. 5.143 kWh |
Das Beispiel zeigt: Eine Wärmepumpe kann trotz höherem Strompreis günstiger sein, weil sie aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme erzeugt. Ob das im Einzelfall gilt, hängt aber stark von JAZ, Stromtarif, Wärmebedarf und Investitionskosten ab.
Warum der reine Brennstoffpreis nicht reicht
Ein Brennstoff mit niedrigem Preis pro kWh ist nicht automatisch die günstigste Heizung. Bei Gas, Öl, Pellets und Holz entstehen Verluste durch Kessel, Abgas, Verteilung und Betrieb. Bei Fernwärme kommen Grundpreise hinzu. Bei Wärmepumpen ist die JAZ entscheidend. Bei Stromheizungen ist die Umwandlung zwar fast verlustfrei, aber der Strompreis ist meist hoch.
Gas, Öl, Wärmepumpe, Pellets oder Fernwärme?
Gasheizungen haben oft moderate Investitionskosten, sind aber von Gaspreis und CO₂-Kosten abhängig. Ölheizungen können bei günstigen Einkaufspreisen kurzfristig attraktiv wirken, haben aber Lagerung, Wartung, Schornstein und ebenfalls CO₂-Kosten. Wärmepumpen sind effizient, brauchen aber ein geeignetes Gebäude, niedrige Vorlauftemperaturen und möglichst günstigen Strom.
Pelletheizungen nutzen nachwachsende Brennstoffe, brauchen aber Lagerplatz, Wartung und regelmäßige Brennstofflogistik. Fernwärme ist bequem, aber stark vom lokalen Anbieter und Tarif abhängig. Stromheizungen sind einfach, aber bei hohem Wärmebedarf meist teuer.
Wärmepumpe im Heizkostenvergleich
Die Wärmepumpe ist im Vergleich besonders interessant, weil sie nicht einfach Strom 1:1 in Wärme umwandelt. Eine JAZ von 3,5 bedeutet, dass aus 1 kWh Strom rund 3,5 kWh Wärme entstehen. Dadurch kann sie trotz höherem Strompreis günstige Heizkosten erreichen.
Problematisch wird es, wenn die JAZ niedrig ist, der Heizstab häufig läuft oder die Vorlauftemperatur sehr hoch sein muss. Deshalb sind Dämmung, Heizflächen, hydraulischer Abgleich und richtige Einstellung entscheidend.
CO₂-Kosten im Heizkostenvergleich
Fossile Brennstoffe verursachen zusätzliche CO₂-Kosten. Der Rechner kann diese grob einbeziehen. Für Gas und Öl werden dabei vereinfachte Emissionsfaktoren verwendet. Die tatsächliche Belastung hängt von Gesetzgebung, Brennstoff, Abrechnung und künftiger Preisentwicklung ab.
Investitionskosten nicht vergessen
Laufende Heizkosten sind nur ein Teil der Entscheidung. Wer eine neue Heizung plant, sollte auch Investitionskosten, Förderung, Wartung, Lebensdauer und mögliche Sanierungskosten betrachten. Eine Heizung mit niedrigen Betriebskosten kann sich lohnen, wenn die Mehrinvestition über die Jahre durch Einsparungen zurückfließt.
So senken Sie Ihre Heizkosten unabhängig vom Heizsystem
Häufige Fragen zum Heizkostenvergleich-Rechner
Ist der Heizkostenvergleich-Rechner verbindlich?
Nein. Der Rechner liefert eine grobe Orientierung. Tatsächliche Heizkosten hängen von Gebäude, Nutzerverhalten, Wetter, Heiztechnik, Wartung, Tarifen und Brennstoffpreisen ab.
Wie vergleicht man Heizkosten fair?
Fair ist ein Vergleich nur, wenn alle Systeme denselben Wärmebedarf decken. Zusätzlich müssen Wirkungsgrad, JAZ, Grundkosten, Wartung und CO₂-Kosten berücksichtigt werden.
Warum ist die Wärmepumpe trotz Strompreis oft günstig?
Eine Wärmepumpe erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme. Entscheidend ist die Jahresarbeitszahl.
Was ist der Unterschied zwischen kWh Brennstoff und kWh Wärme?
kWh Brennstoff beschreibt die Energie im Energieträger. kWh Wärme beschreibt die nutzbare Wärme im Haus. Durch Wirkungsgradverluste kommt nicht die gesamte Brennstoffenergie als Wärme an.
Sind Fernwärmekosten immer günstig?
Nein. Fernwärme ist bequem, aber stark vom lokalen Anbieter, Arbeitspreis, Grundpreis und Vertragsbedingungen abhängig.
Welche Heizung ist langfristig am günstigsten?
Das hängt vom Gebäude ab. In gut gedämmten Häusern mit niedriger Vorlauftemperatur kann eine Wärmepumpe sehr günstig sein. In anderen Fällen können Gas, Pellets, Fernwärme oder Hybridlösungen wirtschaftlich anders abschneiden.
Sollte ich Investitionskosten mitrechnen?
Für eine Sanierungsentscheidung ja. Wer nur laufende Heizkosten betrachtet, übersieht Anschaffung, Förderung, Lebensdauer und mögliche Umbaukosten.
Fazit: Heizkostenvergleich braucht Wärmebedarf, Preis und Effizienz
Ein sinnvoller Heizkostenvergleich betrachtet nicht nur den Energiepreis, sondern auch Wärmebedarf, Wirkungsgrad, Jahresarbeitszahl, Fixkosten, CO₂-Kosten und Investition. Der Heizkostenvergleich-Rechner hilft, verschiedene Heizsysteme nachvollziehbar zu vergleichen und bessere Entscheidungen bei Sanierung, Heizungstausch oder Tarifwahl zu treffen.